PT4Pano Blog

9. August 2013 - 13:46

Wenn man heute von einer Systemkamera redet, meint man meistens eine spiegellose Digitalkamera mit Wechselobjektiv. Typische Vertreter sind die MFT's von Olympus ("PEN") und Panasonic ("Lumix G-Serie"), die Sony NEX, die Fuji X-E-Serie und die Samsung NX-Modelle. Für diesen Typus von Kamera geistern viele unterschiedliche Bezeichnungen durch das Netz, wie "CSC" (Compact System Camera), "MSC" (Mirrorless System Camera), "MILC" (mirrorless interchangeable lens camera), "EVIL" (electronic viewfinder interchangeable lens camera), "DSLM" (digital single lens mirrorless) usw.

Anders als bei der einäugigen Spiegelreflexkamera "SLR" (single lens reflex) und deren digitale Nachfolger DSLR eiern die Hersteller der spiegellosen Systemkameras bei der Namensgebung herum. Dabei wäre es so einfach: Alle diese spiegellosen Systemkameras könnte man einfach als "Leica-M-Copy" bezeichnen - aber das will natürlich keiner, selbst Leica vermutlich nicht.

Die Leica-M hat das Konzept all dieser spiegellosen Systemkameras vorgelegt.
Die wesentlichen Merkmale sind

  • kein Spiegel, kein Prismensucher
  • kurzes Auflagemaß
  • Wechselobjektive mit Bajonett
  • ...

Das optisch markanteste Merkmal ist das kurze Auflagemaß der Objektive.
...

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6. Juli 2013 - 18:00

Fliegende Blätter 1903"Dasselbe in Jrün" ist eine Redewendung, die besagt, dass zwei Dinge fast gleich sind oder sich nur minimal unterscheiden.

Die wahrscheinlichsten Quellen für diese Redewendung sind folgende: 
1903 erschien in den Fliegenden Blättern eine Zeichnung die einen Reisenden am Fahrkartenschalter zeigt, der eine Fahrkarte zum selben Bestimmungsort erwerben möchte wie der Passagier vor ihm, der eine Fahrkarte dritter Klasse in Händen hält. Mit den Worten „Dasselbe in Jrün!“ verlangt er eine grüne Fahrkarte, die für die teurere zweite Klasse erforderlich ist.

Opel Laubfrosch 1924„Dasselbe in Jrün“ kam...

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2. Juli 2013 - 12:38

Etwa die Hälfte der von PT4Pano ausgelieferten Panoramasysteme geht inzwischen in den kommerziellen Bereich. Vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe ist Panoramafotografie heute aus der Werbung nicht mehr wegzudenken. Auch Immobilienmakler und Dienstleister im Immobilien-Sektor haben die Vorteile der interaktiven Angebotspräsentation erkannt und nutzen die Panoramafotografie zum Erstellen virtueller Rundgänge kommerziell.
Für diese Kunden ist es essentiell, daß die Technik einfach und zuverlässig funktioniert und kein unnötiges Fehlerpotential bietet. Unsere aufnahmefertig konfigurierten Panoramasysteme sind dafür ideal.

Für diese kommerzielle Panoramafotografie werden ausschließlich Fisheye-Objektive genutzt. Nur so können voll sphärische Panoramen mit vergleichsweise geringem Aufwand generiert werden. Die Auflösung ist dabei mehr als ausreichend: Für die Einbindung in eine Homepage oder in einem Portal müssen die Panoramen ohnehin meist auf unter 5MB komprimiert werden.  Dann ist eine multi-row-Aufnahmetechnik Luxus, den weder der Kunde bezahlt noch der Betrachter registriert. Auch auf "freihand" Zenit- und Nadiraufnahmen wird weitestgehend verzichtet. Dafür...

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23. Juni 2013 - 10:48

Selbstportrait Albrecht DürerGestern war ich wieder einmal in der Alten Pinakothek in München. Als ich vor dem berühmten Selbstbildnis von Albrecht Dürer stand, fragte ich mich, ob er wohl tatsächlich so aussah, oder ob das eine idealisierte Darstellung ist, die an die typischen Christus-Darstellungen mit schulterlangem Haar erinnern soll.
Bei einem Selbstprortrait hatte es der Maler ja in der Hand und konnte sich so abbilden, wie er sich gerne gesehen hätte.

Fotografierte Selbstportraits sind eher selten - und spätestens seit Photoshop alles andere als unverfälscht. 
Kurios: Inzwischen ist es soweit, dass sich Roboter, selbst porträtieren und dabei schummeln - wenngleich auch nicht aus Eitelkeit: Curiosity, der Mars-Roboter, hat sich auf dem Mars selbst fotografiert.

Wie das geht, ist hier sehr schön erläutert:
 ...

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15. Juni 2013 - 12:30

Im Filmklassiker "Der Club der toten Dichter" fordert der Lehrer John Keating mit unkonventionellen Methoden die Schüler zum selbstverantwortlichen Handeln auf.
Für mich unvergesslich ist die Szene zu einem Perspektiv-Wechsel. Auf Geheiß Keatings steigen die Schüler auf die Schulbänke und sehen so das vertraute Klassenzimmer aus einer völlig neuen Perspektive: Der eigene Standpunkt bestimmt die Sichtweise auf die Dinge, bestimmt das, was wir "wahr"-nehmen - im fotografischen und im übertragenen Sinn.

Im engeren, fotografischen Kontext definiert die Perspektive die projizierte Anordnung der Objekte im Raum und deren Abstands- und Größenverhältnisse auf dem Bild. Dabei ist die Perspektive unabhängig von der Brennweite des zur fotografischen Aufnahme verwendeten Objektivs. Die Perspektive ist - so steht es in allen Nachschlagewerken - nur abhängig vom Standpunkt des Beobachters bzw. der Kamera.
Diese Aussage ist in dieser Pauschalität falsch.
Auch die Projektion beeinflusst die Perspektive.

Lange bevor die Fotografie erfunden wurde, haben sich die Maler mit Perspektive befasst. Bereits im 15. Jahrhundert entstanden Bilder mit einem definierten Fluchtpunkt.

Die perspektivische Malerei war dann im 16. Jahrhundert richtig modern. Kein Geringerer als...

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28. Mai 2013 - 23:18

Unser erster Rotator war der MiniRotor. Mit unter 100 Gramm und 44mm Basis-Durchmesser ist er nach wie vor die kleinste Panoramaplatte mit einstellbarer Rastung auf dem Markt. Seine Rastung in der Abstufung R8-R10-R12 ist auf den Einsatz mit spiegellosen Systemkameras und Kompaktkameras ausgelegt. Er ist heute fester Bestandteil des Kompakt-Sets.
Im Frühjahr 2011 entwickelten wir dann den härter rastenden Rotator ebenfalls mit der Rastung R8-R10-R12, der für alle Spiegelreflex-Kameras und generell auch am MultiRow zum Einsatz kommt.
Lässt man bei den Aufnahmen jede zweite Rastposition aus, hat man auch die Rastungen R4-R5-R6 zur Verfügung. Die Panoramaplatten decken so den Bereich kompletten Bildwinkelbereich vom Fisheye bis 35mm (bezogen auf Kleinbildformat) ab.
Vor allem die Leica-M-Kunden wünschten aber zusätzliche...

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18. Mai 2013 - 0:27

Das "slanted"-Konzept ist nicht neu.
Der Italiener Dr. Luca N. Vascon gilt als der Urvater des "slanted" Konzepts. Er hatte angeblich als erster 2006 die Idee und seine APS-C-Kamera mit dem 8mm Sigma in einem Ringadapter ca. 60° schräg gestellt. So konnte er in der Vertikalen 180° abbilden und ein voll sphärisches Panorama in single-row-Technik mit nur 4 Aufnahmen erstellen.

Agnos SLANTAgnos in Italien hat dann 2007 den ersten "oblique" Nodalpunktadapter vorgestellt. Das ist ein einstellbarer NPA mit schräg gestellter Kameraplatte. Er erfordert das Einjustieren der Kamera in zwei Richtungen. Später hat dann Novoflex diese Anordnung übernommen und sein SLANT VR-System mit Q-Profil gebracht - über drei Achsen einzustellen. Beide Systeme neigen die Kamera um 60°. Sie sind so nur für zirkulare Fisheyes oder sogenannte...

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8. März 2013 - 19:27

Die Brennweitenangabe bei Fisheye-Objektiven irritiert immer wieder Panoramafotografen, zumindest diejenigen, die in das Thema einsteigen wollen. Die Verunsicherung rührt zum Teil daher, dass Sigma seine Fisheye-Objektive aus Sicht der Panoramafotografie falsch positioniert. Aber auch die Brennweitenangabe und der resultierende Bildwinkel ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln.
Ich nehme die mehrfachen Rückfragen verunsicherter Kunden zum letzten Blog-Beitrag (SLANT GroundZero) zum Anlass, hier (hoffentlich) etwas Licht in das Thema zu bringen.

Für viele Panoramafotografen ist das 8er Sigma, genauer gesagt das f/3,5 8mm EX DG Fisheye, das Maß aller Dinge. Nicht, dass die Linse ungewöhnlich gut oder besonders preiswert wäre - sie kam eben zum richtigen Zeitpunkt und konkurrenzlos auf den Markt - und findet seither weltweit reißenden Absatz unter den Panoramafotografen, die mit einer APS-C-Kamera unterwegs sind. Dabei positioniert Sigma die Linse als "Zirkulares Fisheye" für Vollformatkameras - zielt also gar nicht auf den APS-C-Kundenkreis, der das Objektiv vorwiegend kauft. Wer braucht auch schon ein zirkulares Fisheye ? Heute sind Immobilienmakler, die ihre Objekte mit aussagekräftigen sphärischen Panoramen in Immoscout und auf ihre Homepage anpreisen, meist...

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5. März 2013 - 20:00

Seit Herbst 2011 haben wir den SLANT Nodalpunktadapter im Programm. Mit dem SLANT stellen wir die Kamera auf die Ecke des Sensors derart, dass die Sensordiagonale genau senkrecht steht. Daher gibt es unseren SLANT im 4:3- und im 3:2-Format.

Das Ganze macht dann und nur dann Sinn, wenn man sein voll sphärisches Panorama mit einem Fisheye aufnimmt, genauer gesagt mit einem fullframe oder "fast"-fullframe Fisheye. Bewährte Kombinationen sind

  • APS-C-Kamera (z.B. Canon 7D) mit dem Sigma f3,5/8mm (4 Aufnahmen)
  • Nikon DX-Kamera (z.B. Nikon D7000 mit dem f2,8/10,5mm Nikkor  (8 Aufnahmen)
  • MFT-Kamera (z.B. Lumix GX1) mit dem f3,5/8mm Panasonic Fisheye (8 Aufnahmen)
  • Sony NEX oder Fuji X-Pro mit dem neuen f2,8/8mm Samyang Fisheye (8 Aufnahmen)

Da der Bildwinkel bei all diesen Setups und ähnlichen Kombinationen in der Diagonale ca. 180° beträgt, lässt sich damit ein voll sphärisches Panorama in single-row-Technik machen, selbst auf dem Einbeinstativ oder als Cliffhanger. Das Kugelpanorama ist im Zenit geschlossen. Im Nadir werden die Basis des Nodalpunktadapters, der Rotator und gegebenenfalls die Stativbeine abgebildet...

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13. Februar 2013 - 15:03

Auch für Kameras gibt es "Trends" - sowohl was die technische Ausstattung angeht als auch hinsichtlich Größe, Form und Geometrie.
Im Hinblick auf die Verwendung zur Panoramafotografie sind sowohl positive, als auch negative Trends zu verzeichnen.

Positiv aus Sicht der Nutzung für Panoramafotografie sind u.a. folgende Entwicklungen:

  • Kompaktheit der Kameras und der daraus resultierenden Lage des Schwerpunkts
  • signifikante Verbesserung der Sensorqualität (Auflösung und Tonwertumfang)
  • vermehrter Einsatz von hochwertigen Festbrennweiten

Negativ sind

  • Repositionierung des Stativgewindes
  • übertrieben Tieferlegung der optischen Achse

Der Verzicht auf den Schwingspiegel bei der neuen Klasse von Systemkameras à la Lumix G, Olympus PEN oder Sony NEX erlaubte eine deutliche Verkürzung (Halbierung !) der Auflagemaße gegenüber den DSLRs sowie die Konstruktion wesentlich kompakterer Objektive - ganz im Stil der Leica-M.
Für Panoramafotografie, wo die Kamera an einem Nodalpunktadapter um die vertikale und ggfs. auch horizontale Achse rotiert werden muss, sind kompaktere Kameras mit kürzeren Objektiven sehr vorteilhaft: Je geringer das Trägheitsmoment (also Masse * Hebelarm) der Kamera, desto...

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27. Januar 2013 - 15:26

Bei der Panoramafotografie dreht sich alles um den Nodalpunkt, eigentlich um die Eintrittspupille des Objektivs. Deshalb ist der Panoramafotograf mit Stativ und Panoramasystem unterwegs - und genau deshalb bleibt bei so vielen Gelegenheiten das Panoramasystem zuhause. Wer schleppt schon gerne immer ein Stativ mit sich rum.
Und wenn, dann nörgelt die Begleitung (meist weiblich) spätestens nach dem dritten Stop.
So ist das - nicht notwendigerweise !

liebenswerter Sherpa (Spezie eher selten !)Man kann zum Beispiel seine Frau bitten, das Stativ zu tragen. Sie empfindet dann jeden Halt zwecks Panoramaaufnahme als echte Erleichterung.
Aber heutzutage sind die femininen Sherpas eher die Ausnahme. Wohl dem, der noch rechtzeitig ein Exemplar identifiziert und geheiratet hat. So wie ich.
Für all jene, die nicht so verwöhnt sind, sollte dieser Blog interessant sein - zeigt er doch eine echte Alternative auf.

Beim Wandern, Bergsteigen und auf Reisen...

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25. November 2012 - 17:31

Q-10 ist ein Enzym, eine körpereigene Substanz. Es spielt bei der Umwandlung von Nahrung in Energie im Körper eine wichtige Rolle.

Q-10 ist aber auch der Name der derzeit kleinsten Systemkamera am Markt.
Warum Pentax/Ricoh ausgerechnet diesen Namen gewählt hat, ist nicht bekannt.

Die Q-10 habe ich bisher für ein Spielzeug gehalten, nichts, was es lohnt genauer betrachtet zu werden. Was sollte man von einem 1/2,3"-Sensor auch erwarten ?
Dass es für die Kleine ein Fisheye-Objektiv gibt, hat mich jetzt aber bewogen, sie genauer anzuschauen, aber auch die Tatsache, dass es sich um die erste Systemkamera mit BSI-Sensor handelt. "Backside-illumination"- das ist die wohl am meisten versprechende Sensortechnolgie, bei der der Sensor quasi von hinten belichtet wird. Den bislang größten Sensor in dieser Technologie mit 9,3mm Sensordiagonale haben die Nikon P7700 und die Samsung EX2F. Der BSI-Sensor der Q10 ist schon ein paar Monate älter und bringt es auf diagonal 8mm.

Hier die wesentlichen Merkmale der Pentax Q-10:

  • kleinste Systemkamera am Markt  (Q-Bayonett)
  • Gewicht: 200 Gramm
  • Sensordiagonale:  1/2,3" (≈8mm)
  • Crop-Faktor:  5,3
  • Auflagemaß: 9,2mm 
  • RAW-Format: DNG
  • ...
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18. November 2012 - 10:58

iPIX war seiner Zeit weit voraus - jedenfalls bei der Namensfindung.
iPhone, iPad und iPano kamen deutlich später.

Logo

iPIX, ein ehemaliges US-Unternehmen, wurde 1986 gegründet. iPIX entwickelte und vermarktete unter anderem Panoramatechnik, sowohl Hardware als auch Software. iPIX kommerzialisierte Panoramafotografie mit zirkularen Fisheye-Objektiven und verdiente sowohl an den Objektiven wie an den Lizenzen für die Viewing-Software: Wer seine Panoramen anschauen wollte, musste bezahlen. 

Das Konzept ging nicht auf. iPIX meldete am 31.7.2006 Konkurs an.
Andere clevere Köpfe, allen voran Prof. Helmut Dersch von der FH Furtwangen, hatten bereits Mitte der 80er Jahre die Mathematik zur Verarbeitung von Fisheye-Aufnahmen zum Panorama und die erforderlichen Viewer zum Betrachten entwickelt. Prof....

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1. Oktober 2012 - 20:23

Als ich im Dezember 1982 erstmals an der IEDM, der renommiertesten internationalen Halbleiter-Fachkonferenz teilnahm, zeigte ein Referent die Vorzüge der 3-5-Halbleiter im Vergleich zum Silizium auf und die überwältigenden Möglichkeiten, die GaAs als Halbleitermaterial bietet. "Gallium Arsenide is the semiconductor material of the future - and it ever will be"- den Satz werde ich nie vergessen. Bis heute hat er seine Berechtigung.
Nicht immer setzt sich das Bessere durch. 

Fast alle RGB-Bildsensoren, die heute in Digitalkameras und Handys eingesetzt werden, egal ob CCD oder CMOS, verfügen über ein RGB-Farbfilter in Form eines Bayer-Patterns. Diese Farbfilter auf den an sich panchromatisch lichtempfindlichen Pixeln blocken ca. 2/3 der einfallenden Lichtenergie ab, indem die Pixel mit Rot-Filter nur den langwelligen Rotanteil der Bildinformation auswerten, die mit Grün-Filter den Grünanteil und die mit Blau-Filter den blauen Anteil. Da der Senor "weiß", welche Pixel rotempfindlich sind, kann man diese Farbe der jeweiligen Zelle zuweisen. Die Farbinformation geht also nicht verloren.

Die Nachteile dieses dominanten Konzepts habe ich im letzten Blogeintrag bereits erläutert. Hier will ich einen alternativen Ansatz vorstellen, der zweifelsfrei...

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28. September 2012 - 18:53

In einem früheren Blogeintrag habe ich den Bildsensor mit der analogen Filmemulsion verglichen. Aber eigentlich hat ein Bildsensor mehr Gemeinsamkeiten mit einer Solarzelle: Auftreffendes Licht erzeugt in der Halbleiterschicht Elektronen-Loch-Paare, also bewegliche Ladung, die als Strom gemessen - und im Fall der Solarzelle genutzt werden kann.
Hier will ich versuchen, die Sensortechnologien allgemein verständlich zu erläutern und einen Ausblick auf laufende Entwicklungen geben. Dabei benutze ich den Begriff "Pixel" nicht nur für kleinste Bildelemente, sondern umgangssprachlich auch für eine einzelne Zelle eines Bildsensors selbst.

Bildsensoren sind spezielle Halbleiter-Chips, in der Architektur und Herstellung tatsächlich sehr ähnlich den DRAM-Speicherchips (Arbeitsspeicher im PC) oder dem Flash-Speicher im USM-Stick. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen CCD-Sensoren und CMOS-Sensoren. Der Herstellungsprozeß für CCD-Sensoren erlaubt es nicht, elektronische Zusatzfunktionen in die Pixel zu integrieren, die für Videofunktionalität notwendig ist. Daher hatte es die letzten Jahren den Anschein, CCD sei technologisch am Ende. Der Kodak Spin-off TRUESENSE (www.truesense.com) lehrt uns eines Besseren -...

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