PT4Pano Blog

30. August 2010 - 16:20

Der Nodalpunkt ist der Punkt um den sich bei der Panoramafotografie alles dreht. Dabei ist das gar nicht richtig: eigentlich meinen wir damit die Position der Eintrittspupille des Objektivs. Aber weil der Nodalpunkt und die Eintrittspupille bei den meisten Objektiven dicht beieinander liegen und sich die 10-silbige "Position der Eintrittspupille" nicht so leicht spricht und schreibt wie der nur 3-silbige "Nodalpunkt", dreht sich im deutschen Sprachgebrauch eben alles um den Nodalpunkt.

Im Englischen bringt man die Bezeichnung auf den Punkt: "no-parallax-point" oder kurz NPP beschreibt treffend, was gemeint ist: der Punkt, um den die Kamera gedreht werden kann ohne dass Parallaxenfehler auftreten. Bedauerlicher Weise geben die meisten Kamera- und Objektivhersteller diese Position nirgendwo im Datenblatt an. Leica und Zeiss sind da wieder die rühmlichen Ausnahmen: zumindest bei einem Teil der Objektive spezifizieren beide die Position der Eintrittspupille im Datenblatt.

Panoramafotografen bleibt daher meist nur, den Nodalpunkt selbst zu ermitteln. Das macht man am einfachsten, indem man die Kamera auf einer Drehplatte horizontal rotiert und die senkrechte Rotationsachse so lange entlang der optischen Achse verschiebt, bis kein...

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22. August 2010 - 16:29

Die Drehplatte ist ein notwendiges Zubehör zur Panoramafotografie: sie gewährleistet, dass die Kamera in einer Ebene rotiert wird. In dem Blog "Der ist doch gut, oder ?" habe ich erläutert, weshalb die Drehplatte oberhalb des Kugelkopfs anzubringen ist und weshalb die eingebaute Panoramaplatte vieler Stativköpfe kaum geeignet ist für Panoramafotografie. 

Doch was bringt die Rastung - und welche Rastung brauche ich für meine Kamera ?


Die einzelnen Aufnahmen einer Aufnahmenserie eines Panoramas sollen ca. 25% überlappen damit der Mustererkennungs-Algoritmus des Stitching-Programms genügend viele Kontrollpunkte findet und die Aufnahmen sauber stitchen (zusammenheften) kann. Dabei ist es tatsächlich unerheblich, dass der Überlapp bei allen Bildpaaren einer Aufnahmenserie gleich groß ist. Bei 15% oder weniger Überlapp tut sich die Mustererkennung schwer und findet mitunder nicht zuverlässig Kontrollpunkte. Ein sehr großer Bildüberlapp kann nützlich sein, wenn man Sujets mit Bewegung aufnimmt: so hat man genügend "Luft" um im Pre-Processing ungeeignete Bildelemente in Photoshop mit dem Radiergummi zu entfernen.

Panorama-Anfängern empfehle...

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23. Juli 2010 - 10:54

Über 35 Jahre lang habe ich ohne Fisheye fotografiert. Erst mit der Panoramafotografie hat sich das geändert: Dafür wurde das Fisheye die am meisten genutzte Linse - bisher allerdings an der schweren Nikon D3.  
Aber jetzt gibt es das Fisheye-Systemobjektiv zur Lumix GF1.
Einen ersten Erfahrungsbericht über dessen Einsatz als Panorama-Objektiv finden Sie hier.

Ich gehe nicht auf die bereits zugänglichen Daten und Spezifikationen des Herstellers ein, sondern verweise diesbezüglich auf Lumix und dpreview.com.

Das MicroFourThirds ("MFT")-Format bringt für Panoramafotografie große Vorteile, insbesondere durch die große Schärfentiefe im Vergleich zum Vollformat und das geringe Gewicht der Komponenten. Entsprechend attraktiv sind die MFT-Kameras für die Panoramafotografie - und sie werden mit einem Fisheye im Objektivsortiment...

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19. Juli 2010 - 21:47

In dem Blog  "Welches Objektiv für's Pano ?"  habe ich erläutert, warum schwere Objektive nicht die erste Wahl für Panoramafotografie sind. 

  • Schwere Objektive üben ein großes Drehmoment aus auf das schwache Stativ-
         gewinde der Kamera
  • Schwere Kamera-Objektiv-Kombinationen bewegen sich recht eigenwilig auf dem
         Rotator

Wir erfahren es fast täglich, dass Kunden Ihre Kamera mit einem optionalen Batteriegriff oder einem Schnellwechselsystem für Panoramaaufnahmen verwenden möchten - und raten konsequent davon ab - mehr noch: wir unterstützen das nicht !

BatteriegriffKlar, so ein Batteriegriff macht eine Kamera meistens "griffig" und man gewöhnt sich gerne daran - einmal abgesehen davon, dass er die Kamera lange mit Strom versorgt.
Aber mal ehrlich: wirklich...

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18. Juli 2010 - 16:38

Das ist ein erster Erfahrungsbericht zur Schwenk-Panoramafunktion mit der NEX. Sicher ist dieser Bericht noch nicht vollständig. In den nächsten Tagen werde ich vielleicht noch das eine oder andere weiter ausführen.
Sie haben ja die Möglichkeit, diesen Blog zu kommentieren und selbst zu ergänzen.

Die Sony NEX 5 verfügt über zwei Schwenk-Panorama-Modi: den Standard-Modus und den 3D-Modus. Mangels 3D-Wiedergabemöglichkeit konzentriere ich mich hier auf den Standard-Modus. Zum Aktivieren der Schwenkpanorama-Funktion muss man die Kamera auf den entsprechenden Modus einstellen. Die Schwenkrichtung kann man in einem weiteren Menü-Punkt vorwählen. Alle vier Schwenkrichtungen sind möglich. Ich nutze nur den für konventionelle Panoramas üblichen Rechtsschwenk. Schwenkt man die Kamera anders als vorgewählt, bricht sie nach ein paar Aufnahmen die Aufnahmeserie ab. Sobald man die Schwenkpanorama-Funktion vorwählt, schaltet die Programmautomatik der Kamera auf 1/500 sek Belichtungszeit und führt offensichtlich die Blende während der Aufnahmenserie nach. Auch +/- EV-Korrekturen wirken nur auf die Blende. Der Fokus-Modus ist ebenfalls wahlweise als Autofokus oder Manuel vorzuwählen. Ich stelle zunächst nur auf Autofokus und beschränke mich auf das Aufnahmeformat JPG.

...

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16. Juli 2010 - 22:32

ein stylisches Objektiv mit nem g"scheiten Sensor dran"Ein stylisches Objektiv mit 'nem g'scheiten Sensor hinten dran" - so hat mein Neffe Simon die NEX beschrieben. Auch unser Sohn konnte sich ein "hei cool" nicht verkneifen, als er die NEX mit dem glänzenden Objektiv heute sah.
Wie bereits angekündigt, wollten wir uns die Sony NEX5 auf ihre Eignung für Panoramafotografie genauer ansehen und natürlich auch die SWEEP-Panoramafunktion testen. 

Für unsere Tests stand eine NEX5 mit 16mm Pancake und ein 18-55mm Kit-Objektiv zur Verfügung. Zudem stellte uns Sony Vorserienmodelle der beiden Vorsatzlinsen zum 16er, den...

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23. Juni 2010 - 17:13

Immer wieder erleben wir es, dass ein Kunde bei der KISS-Bestellung auf seinen tollen, hydrostatischen, kiloschweren Kugelkopf verweist und fragt: "Der ist doch gut, oder ?"

Warum die meisten 3-Wege-Neiger und Kugelköpfe trotz "Panoramaplatte" für Panoramafotografie ungeeignet sind, will ich in diesem Beitrag erläutern.
Vielleicht muss ich es dann künftig nicht mehr so oft erklären.

für's Panorama völlig ungeeignetWill man ein Panorama mit "nicht eierndem" Horizont fotografieren, ist ein Stativ mit einer Nivelliereinrichtung fast unabdingbar. 3-Wege-Neiger und Kugelköpfe sind als Nivelliereinheit weit verbreitet und scheinen zunächst auch für Panoramafotografie gut geeignet.
Verwendet man Fisheye-Objektive, muß diese Eignung aber bereits eingeschränkt werden.
3-Wege-Neiger und viele Kugelköpfe haben meist große Klemmgriffe, radial abstehende Stellhebel oder auch eine seitlich angebrachte Libelle - alles Teile, die bei dem großen Bildwinkel eines Fisheyes im Bild erfasst werden. Retuschiert man sie nicht weg,...

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23. Juni 2010 - 17:05

Fast täglich erleben wir es, dass ein Kunde bei der Bestellung auf seinen tollen Kugelkopf verweist und fragt: "Der ist doch gut, oder ?"

Warum die meisten Kugelköpfe trotz "Panoramaplatte" für Panoramafotografie ungeeignet sind, will ich in diesem Blog erläutern. Vielleicht muss ich es dann künftig nicht mehr so oft erklären.

Will man ein Panorama mit sauber nivelliertem Horizont fotografieren, ist ein Stativ mit einer Nivelliereinrichtung fast unabdingbar. Kugelköpfe sind als Nivelliereinheit weit verbreitet und à priori auch für Panoramafotografie gut geeignet. Verwendet man Fisheye-Objektive, muß diese Eignung aber bereits eingeschränkt werden. Viele Kugelköpfe haben mittlerweile Klemmgriffe, Stellhebel oder auch eine seitlich angebrachte Libelle, alles Teile, die bei dem großen Bildwinkel eines Fisheyes im Bild erfasst werden. Retuschiert man sie nicht weg, stören sie im fertigen Panorama, insbesondere im voll sphärischen Panorama im Bereich um den Nadir  ("Südpol").

Völlig ungeeignet für Panoramafotografie ist dagegen die Rotationseinrichtung der viel gepriesenen "Panoramaköpfe", die unterhalb der Kugel noch eine Drehplatte aufweisen, die meistens sogar noch mit einer Gradeinteilung versehen ist. Die Bezeichnung Panoramakopf...

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22. Juni 2010 - 20:17

Als gängigstes Verfahren der Panoramafotografie hat sich das Stitchen einer Serie von Einzelaufnahmen etabliert, wobei die Kamera von Aufnahme zu Aufnahme um einen bestimmten Winkel geschwenkt wird. Die Kamera ist dabei generell in Hochformat-Orientierung auf einem Nodalpunktadapter oder VR-System montiert.

Aber warum eigentlich Hochformat ?
Diesen Aspekt will ich hier beleuchten.

Beim Panorama wollen wir ja meistens einen großen Bildwinkel erfassen. Zunächst waren es nur Flächen- und einzeilige Zylinderpanoramen, die Fotografen und Bildbetrachter begeisterten. Dabei war die Hochformat-Position der Kamera die einzige Möglichkeit, den vertikalen Bildwinkel zu vergrößern. Erst mit der Verfügbarkeit von multi-row-tauglichen Panoramasystemen waren dann voll sphärische Panoramen mit 360 Grad horizontalen und 180 Grad vertikalen Bildwinkel möglich. Doch auch bei der multi-row-Technik nutzt man die Kamera ausschließlich in Hochformatposition. So lässt sich die Anzahl der Ebenen möglichst gering halten. Das ist von Vorteil, denn es bedeutet weit weniger Aufwand, die erforderliche Anzahl von Aufnahmen im Hochformat zu machen als eine, zwei oder gar drei zusätzliche Ebenen zu fotografieren.

In der Zwischenzeit darf man diesen Ansatz aber...

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20. Juni 2010 - 12:11

SWEEP - das Pano aus dem HandgelenkMit der NEX-Generation (NEX3 / NEX5 / ...) bringt jetzt auch Sony eine Kompaktkamera mit großem Sensor und Wechselbajonett auf den Markt. Dieses "stylische Objektiv mit 'nem g'scheiten Sensor hinten dran" (Zitat meines Neffen Simon) wartet mit einem zusätzlichen Feature auf, das die NEX für Gelegenheits-Panoramafotografen interessant machen sollte: die Schwenkpanoramafunktion.

Klar, daß wir das gleich ausprobieren müssen !

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20. Juni 2010 - 11:06

Wenn wir Kunden auf Messen oder am Telefon beraten, werden wir immer wieder mit der Frage konfrontiert: Welches Objektiv soll ich verwenden ?

Nicht selten äußern die Interessenten dabei den Wunsch, "alle drei Zooms, das f2,8/14-24mm, das f2,8/24-70mm und das f2,8/70-200mm" am KISS Nodalpunktadapter verwenden zu können.
Immer wieder kommen auch Panorama-Anfänger mit der Erwartung, sie wollten ausschließ-lich "das 135er, das 85 und das 50er" für Panoramafotografie verwenden, weil diese Linsen die geringste Verzeichnung hätten.

Grund genug, diese Themen einmal aus der Sicht der Panorama-Praxis zu beleuchten.
Das Wort "Panorama" leitet sich von den griechischen Wörtern "PAS" und "HORAO" ab und bedeutet damit so viel wie "alles sehen" oder "das ganze sehen". Im Allgemeinen meint man damit, einen größeren Bildwinkel zu erfassen, als es dem menschlichen Auge möglich ist ohne dass man den Kopf dreht. Folglich decken Panoramen meistens einen (horizontalen) Bildwinkel von über 110 Grad ab - bis hin zu 360 Grad.

Damit bietet es sich an, für Panoramen eine sehr kurze Brennweite zu verwenden.
Je kürzer die Brennweite, desto weniger Einzelaufnahmen sind zum Stitchen des Panoramas erforderlich.
Warum sollte man sich die Mühe...

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20. Juni 2010 - 10:46
2. Juni 2010 - 17:27

Die neuen MicroFourThirds wie die Panasonic Lumix GF-1 oder die Olympus Pen sind stark - und stark im Kommen - auch für Panoramafotografie !

Bei Wanderungen mit Rucksack oder bei der Radl-Tour ist die GF-1 mit dem 20mm Pancake zum ständiger Begleiter geworden. Diese Kombination eignet sich hervorragend für Flächen- und Zylinder-panoramen.
Das komplette Panorama-Set bestehend aus einem kleinen Novoflex Klemmprofil, unseren MiniRotor und den MiniKISS passt sogar in die Satteltasche. Das 20er Pancake verlangt nach der 12er Rastung im Rotor. Dank der Rastung wird der Bild-Überlapp von 17% sehr gleichmäßig aufgeteilt und reicht so bei dieser Kombination allemal aus.
Und da die NPP-Position durch den MiniKISS exakt definiert ist, passen die Kontrollpunkte perfekt ohne jegliche Einstellerei: PTGUI meldet so generell einen mittleren Kontrollpunkt-Fehler unter 1,0 Pixel und immer wieder  ...

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24. Mai 2010 - 11:41

Aufgrund sich häufender Nachfragen von Leica-M8/M9 Besitzern haben wir jetzt den zweiten Nodalpunktadapter speziell für Leica-Kameras entwickelt:

Der passgenaue KISS für die Leica M8 und Leica M9 wird ab Ende Mai lieferbar sein.

Neu an dieser Version ist, dass man bei montiertem Nodalpunktadapter die im Rotor eingelassene Libelle einsehen kann und das Federelement zugänglich ist. 

Basis des KISS Nodalpunktadapters in der Leica-VersionUnser Nodalpunktadapter für die Leica-M wiegt samt Kameraschraube nur 107 Gramm. In Verbindung mit dem MiniRotor so wie auf dem Foto (Set 1), wiegt dann das gesamte Panoramasystem ca. 210 Gramm. Damit ist es nicht nur das präziseste auf dem Markt, sondern mit Abstand auch das leichteste für die Leica M-Serie.
Dank der freundlichen Unterstützung seitens Leica und Zeiss haben wir aller erforderlichen Objektiv- und Kameradaten in unserer Datenbank. So sind wir in der...

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19. April 2010 - 17:13

Teleschwenker von Alfred KrappelDie PCP-Roadshow biete sowohl Fotografen wie auch Herstellern viel Information und die Gelegenheit zum NETZWERKEN.

Wir haben auf der PCP 2010 in München Herrn Alfred Krappel und seinen Teleschwenker kennengelernt - und viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Wie unser David... ist sein Teleschwenker ein fast genial konstruiertes Gerät, das seinesgleichen sucht.
Leichter, präziser und kostengünstiger als jedes Konkurrenzprodukt
verrichtet auch der Teleschwenker seine Arbeit - und wer ihn in der Hand oder noch besser auf dem Stativ hat, ist auf Anhieb von seiner Extraklasse überzeugt.

Unsere Produkte und auch der Teleschwenker von EKI-Foto verkaufen sich primär über die Empfehlungen...

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