PT4Pano Blog

23. Juni 2011 - 16:22

Panoramafotografie bietet mehr Fehlermöglichkeiten als jedes andere Genre der Fotografie. Um auf diesem Gebiet erfolgreich einzusteigen, gibt es nur eine Empfehlung: "Variabilität reduzieren" und so viele Fehlermöglichkeiten wie möglich systematisch ausschließen. Das gelingt bei der Aufnahmetechnik z.B. durch

  • starres Panoramasystem
  • Benutzung einer Festbrennweite
  • manuellen Fokus (am besten "getaped")
  • manuelle Belichtung
  • Verzicht auf Filter (z.B. Polfilter)
  • usw.

Die Verwendung eines rastenden Rotators eliminiert z.B. die Fehlerquelle, dass der Bildüberlapp zu klein gewählt wird. Theoretisch zumindest.

Voraussetzung ist natürlich, dass die Rastung passend zum Bildwinkel der Kamera eingestellt ist. Wir liefern daher den MiniRotor und den Rotator mit einer Tabelle aus, in der Brennweite, Bildwinkel und die für die Kamera des Kunden richtige Rastung eingetragen ist. Zudem verweisen wir auf den "PanoCalculator" im Internet, mit dessen Hilfe sich jeder die erforderliche Anzahl von Aufnahmen für seine Kamera berechnen...

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14. Juni 2011 - 12:38

Die Panoramafotografie wurde erst mit der Verfügbarkeit von Digitalkameras populär, genauer gesagt, mit digitalen Spiegelreflexkameras (DSLRs). Erst seit das Bild in digitalisierter Form vorliegt, kann man es perfekt entzerren, wölben und digital stitchen.
Klar, dass auch die Entwicklung der Panorama-Software (Prof. Helmut Dersch sei Dank !) mit der Verbreitung von Digitalkameras so richtig in Fahrt kam.
Auf der Hardware-Seite wurden zunächst Panoramasysteme auf Basis von Kreuzschlitten entwickelt, mit deren Hilfe die Nodalpunktposition der Kamera ermittelt und eingestellt werden konnten. Dann kamen multi-row-fähige VR-Systeme, die ebenfalls auf die meisten Kameras einstellbar sind. Flexible, universell verwendbare Systeme sind entsprechend aufwändig und damit schwer und teuer. Die Anschaffung eines so schweren Foto-Zubehörs wird verständlicherweise für eine Kompaktkamera kaum in Erwägung gezogen - zumal es ein Mehrfaches des Kamerapreises kosten würde.
Somit wird die Panoramafotografie grundsätzlich auch nur mit schweren und teueren Spiegelreflexkameras in Verbindung gebracht.

Dem muss aber nicht mehr so sein.
Unser neues Kompakt-Set ist weder schwer noch teuer. Mit dem...

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18. Mai 2011 - 17:20

Zwei Wochen nach unserem Urlaub auf den Liparischen Inseln haben wir jetzt die urlaubsbedingten Lieferrückstände weitgehend abgearbeitet.
Wir bedanken uns auf diesem Wege bei unseren Kunden für die Geduld.

All denen, die einen richtig tollen Wander-Urlaub machen möchten, auch einmal einen aktiven Vulkan hautnah erleben wollen und Wert legen auf gutes Essen, können wir die Liparischen Inseln nördlich von Sizilien nur empfehlen.
Umzug per SpeedbootDoch diese Inseln in einem Urlaub richtig kennenzu-lernen ist ohne Reiseleitung durch Sibylle Janssen kaum möglich. Die sieben Inseln sind traumhaft schön - und Sibylle ist 'ne Wucht.
Sibylle hat auf Lipari ihr zweites zuhause. Als höchst sympatische Reiseleiterin hat sie alles im Griff: man hat das Gefühl sie kennt fast jeden auf diesen Inseln. Egal wo man mit ihr hinkommt wird sie überschwänglich als Freund...

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13. April 2011 - 8:36

Was wir wie wahrnehmen, ist immer eine Frage der Perspektive.
Manchmal braucht es einen Perspektivwechsel, damit wir das Wesentliche erkennen.
Manchmal hilft auch ein Anstoß von außen.

Das machte mir am letzten Wochenende ein Besucher unseres Messestandes auf den Laupheimer Fototagen bewusst. Er ließ sich von mir Sinn und Zweck des KISS Nodalpunktadapters erklären. Nachdem er ihn verstanden hatte, schlussfolgerte er scharfsinnig: "Sie verkaufen also zwei Löcher".

(Ich) "Ääh - ja. Zwei Gewindebohrungen, die genau da sind, wo sie hingehören, mit möglichst wenig Balast drumherum"

Wow ! 
Welche Erkenntnis !
Das und nichts anderes ist die Funktion eines Nodalpunktadapters.

So gesehen verkaufen  ALLE  Mitanbieter mit ihren Nodalpunktadaptern zwei Löcher, die noch nicht mal da sitzen, wo sie hingehören, mit sehr viel Balast drumherum. 

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4. März 2011 - 20:02

Unser beliebter MiniRotor ist der kleinste und präziseste rastende Rotator am Markt.
Seine Verarbeitung ist einzigartig. 

In Kürze werden wir seinen großen Bruder mit in unser Produktportfolio aufnehmen:
auf Basis des bewährten MiniRotor-Konzepts haben wir einen etwas größeren Rotator entwickelt und mit einer härter einstellbaren Rastung (Abstufung 8-10-12) ausgestattet.
Der MiniRotor bleibt in unveränderter Form im Programm. Seine Rastung wird künftig etwas weicher ausgelegt. So tragen wir der großen Bandbreite von Kameras bzw. deren Gewicht Rechnung und können für jede Kamera von der kleinen Kompaktkamera bis hin zur Profi-DSLR mit großem Akku-Pack den optimal einstellbaren Rotator anbieten.

Der Neue (wir nennen ihn einfach "Rotator") ist mit 135 Gramm Gewicht etwas schwerer als der MiniRotor und wie dieser mit einem 1/4"-Innengewinde ausgestattet, in das wahlweise ein Gewindestift eingesetzt werden kann.
Der wieder völlig rotationssymmetrisch...

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14. Dezember 2010 - 17:59

Im aktuellen Sonderheft der c't gibt es auch einen ausführlichen Beitrag zum Thema Panoramafotografie. Der Autor geht u.a. auf die spezifische Panorama-Hardware ein und gibt auf Seite 60 eine Anbieter-Übersicht.
Nur um vielen Rückfragen irritierter Leser bzw. Kunden zu begegnen, wollen wir hier eine kleine Korrektur zu den aufgelisteten Merkmalen geben, soweit es unsere Produkte betrifft:

 

...
Hersteller PT4Pano
Internet http://pt4pano.com/de
Vertrieb direkt
Leveler
Leveler inkl. Rotator
Drehplatten mit Rasterung
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24. Oktober 2010 - 10:38

Ohne Stativ geht bei der Panorama-Fotografie fast gar nichts. Schließlich dreht sich dabei ja alles um den "Nodalpunkt". Und da braucht es je nach Gewicht der Kamera schon ein ordentliches Dreibein, damit der Nodalpunkt beim Rotieren der Kamera in einem Raum-PUNKT liegen bleibt.

Wie ich allerdings im letzten Blog "Kritisch ist nur der Nahpunkt" erläutert habe, sind je nach Sujet Toleranzen durchaus erlaubt: mit 1,5mm Abweichung pro Meter Abstand zum Nahpunkt ist man immer auf der sicheren Seite, 3mm/m sind durchaus noch ok. Bei einem Panorama einer breiten Gebäudefront, einem Landschaftspanorama oder dem immer wieder zitierten Bergpanorama dürfen die Abweichungen also im Bereich von einigen Zentimetern bis einigen zehn Zentimetern liegen. Achtet man darauf, dass der Nahpunkt nicht im Überlappungsbereich der Aufnahmen liegt, kommt man bei einem solchen Sujet schnell auf einen halben Meter "Luft". Mit etwas Übung schafft man das auch ohne Stativ und ohne Nodalpunktadapter "aus der Hüfte".

Das Wissen um die zulässigen Toleranzen ermöglicht geradezu völlig neue Perspektiven - im wörtlichen Sinn. Warum sollte man so ein Panorama nicht aus einer Überkopf-Perspektive aufnehmen ?  Freihand geht das nicht so toll, aber mit einem Überkopf-...

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7. September 2010 - 14:24

Ich erinnere mich gut an einen Besucher unseres Messestandes, der Nodalpunktadapter und Panoramaköpfe für überflüssiges Zeug hielt, denn schließlich mache er wunderschöne Panoramen vom Berggipfel aus der Hüfte. Nun ja, dagegen ist nichts zu sagen.  Wenn der nächstgelegene Berggipfel 3km entfernt ist, geht das tatsächlich. Es ist eben eine Frage der Genauigkeit - und der Tiefenstaffelung.
Ich will heute diese Erfahrung mathematisch fundiert darstellen - und komme auf ein Ergebnis, das auch mich überraschte. 

Die Frage, wie genau denn der Nodalpunkt einzustellen ist, beschäftigt irgendwann jeden Panoramafotografen. Die praktische Erfahrung hat uns gelehrt, dass das bei langen Brennweiten und großen Abständen alles unkritisch ist, dass aber 2mm Offset bei Sujets mit viel Tiefe aufgenommen mit dem Fisheye bereits zu viel sind. "Zu viel" heißt, der Parallaxen-fehler ist mehrere Pixel groß und deutlich sichtbar.
Will man den Parallaxenfehler mathematisch formulieren, bietet es sich an, ihn als Bruchteil der (Sensor-)Kantenlänge auszudrücken, z.B. 1‰ oder 2‰ der Kantenlänge. Bei einem Promille ist er etwa doppelt so groß wie der maximale Kontrollpunktfehler eines in RAW einwandfrei gestitchten Panoramas. Das macht Sinn.
Nur, wie kommt...

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30. August 2010 - 16:20

Der Nodalpunkt ist der Punkt um den sich bei der Panoramafotografie alles dreht. Dabei ist das gar nicht richtig: eigentlich meinen wir damit die Position der Eintrittspupille des Objektivs. Aber weil der Nodalpunkt und die Eintrittspupille bei den meisten Objektiven dicht beieinander liegen und sich die 10-silbige "Position der Eintrittspupille" nicht so leicht spricht und schreibt wie der nur 3-silbige "Nodalpunkt", dreht sich im deutschen Sprachgebrauch eben alles um den Nodalpunkt.

Im Englischen bringt man die Bezeichnung auf den Punkt: "no-parallax-point" oder kurz NPP beschreibt treffend, was gemeint ist: der Punkt, um den die Kamera gedreht werden kann ohne dass Parallaxenfehler auftreten. Bedauerlicher Weise geben die meisten Kamera- und Objektivhersteller diese Position nirgendwo im Datenblatt an. Leica und Zeiss sind da wieder die rühmlichen Ausnahmen: zumindest bei einem Teil der Objektive spezifizieren beide die Position der Eintrittspupille im Datenblatt.

Panoramafotografen bleibt daher meist nur, den Nodalpunkt selbst zu ermitteln. Das macht man am einfachsten, indem man die Kamera auf einer Drehplatte horizontal rotiert und die senkrechte Rotationsachse so lange entlang der optischen Achse verschiebt, bis kein...

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22. August 2010 - 16:29

Die Drehplatte ist ein notwendiges Zubehör zur Panoramafotografie: sie gewährleistet, dass die Kamera in einer Ebene rotiert wird. In dem Blog "Der ist doch gut, oder ?" habe ich erläutert, weshalb die Drehplatte oberhalb des Kugelkopfs anzubringen ist und weshalb die eingebaute Panoramaplatte vieler Stativköpfe kaum geeignet ist für Panoramafotografie. 

Doch was bringt die Rastung - und welche Rastung brauche ich für meine Kamera ?


Die einzelnen Aufnahmen einer Aufnahmenserie eines Panoramas sollen ca. 25% überlappen damit der Mustererkennungs-Algoritmus des Stitching-Programms genügend viele Kontrollpunkte findet und die Aufnahmen sauber stitchen (zusammenheften) kann. Dabei ist es tatsächlich unerheblich, dass der Überlapp bei allen Bildpaaren einer Aufnahmenserie gleich groß ist. Bei 15% oder weniger Überlapp tut sich die Mustererkennung schwer und findet mitunder nicht zuverlässig Kontrollpunkte. Ein sehr großer Bildüberlapp kann nützlich sein, wenn man Sujets mit Bewegung aufnimmt: so hat man genügend "Luft" um im Pre-Processing ungeeignete Bildelemente in Photoshop mit dem Radiergummi zu entfernen.

Panorama-Anfängern empfehle...

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23. Juli 2010 - 10:54

Über 35 Jahre lang habe ich ohne Fisheye fotografiert. Erst mit der Panoramafotografie hat sich das geändert: Dafür wurde das Fisheye die am meisten genutzte Linse - bisher allerdings an der schweren Nikon D3.  
Aber jetzt gibt es das Fisheye-Systemobjektiv zur Lumix GF1.
Einen ersten Erfahrungsbericht über dessen Einsatz als Panorama-Objektiv finden Sie hier.

Ich gehe nicht auf die bereits zugänglichen Daten und Spezifikationen des Herstellers ein, sondern verweise diesbezüglich auf Lumix und dpreview.com.

Das MicroFourThirds ("MFT")-Format bringt für Panoramafotografie große Vorteile, insbesondere durch die große Schärfentiefe im Vergleich zum Vollformat und das geringe Gewicht der Komponenten. Entsprechend attraktiv sind die MFT-Kameras für die Panoramafotografie - und sie werden mit einem Fisheye im Objektivsortiment...

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19. Juli 2010 - 21:47

In dem Blog  "Welches Objektiv für's Pano ?"  habe ich erläutert, warum schwere Objektive nicht die erste Wahl für Panoramafotografie sind. 

  • Schwere Objektive üben ein großes Drehmoment aus auf das schwache Stativ-
         gewinde der Kamera
  • Schwere Kamera-Objektiv-Kombinationen bewegen sich recht eigenwilig auf dem
         Rotator

Wir erfahren es fast täglich, dass Kunden Ihre Kamera mit einem optionalen Batteriegriff oder einem Schnellwechselsystem für Panoramaaufnahmen verwenden möchten - und raten konsequent davon ab - mehr noch: wir unterstützen das nicht !

BatteriegriffKlar, so ein Batteriegriff macht eine Kamera meistens "griffig" und man gewöhnt sich gerne daran - einmal abgesehen davon, dass er die Kamera lange mit Strom versorgt.
Aber mal ehrlich: wirklich...

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18. Juli 2010 - 16:38

Das ist ein erster Erfahrungsbericht zur Schwenk-Panoramafunktion mit der NEX. Sicher ist dieser Bericht noch nicht vollständig. In den nächsten Tagen werde ich vielleicht noch das eine oder andere weiter ausführen.
Sie haben ja die Möglichkeit, diesen Blog zu kommentieren und selbst zu ergänzen.

Die Sony NEX 5 verfügt über zwei Schwenk-Panorama-Modi: den Standard-Modus und den 3D-Modus. Mangels 3D-Wiedergabemöglichkeit konzentriere ich mich hier auf den Standard-Modus. Zum Aktivieren der Schwenkpanorama-Funktion muss man die Kamera auf den entsprechenden Modus einstellen. Die Schwenkrichtung kann man in einem weiteren Menü-Punkt vorwählen. Alle vier Schwenkrichtungen sind möglich. Ich nutze nur den für konventionelle Panoramas üblichen Rechtsschwenk. Schwenkt man die Kamera anders als vorgewählt, bricht sie nach ein paar Aufnahmen die Aufnahmeserie ab. Sobald man die Schwenkpanorama-Funktion vorwählt, schaltet die Programmautomatik der Kamera auf 1/500 sek Belichtungszeit und führt offensichtlich die Blende während der Aufnahmenserie nach. Auch +/- EV-Korrekturen wirken nur auf die Blende. Der Fokus-Modus ist ebenfalls wahlweise als Autofokus oder Manuel vorzuwählen. Ich stelle zunächst nur auf Autofokus und beschränke mich auf das Aufnahmeformat JPG.

...

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16. Juli 2010 - 22:32

ein stylisches Objektiv mit nem g"scheiten Sensor dran"Ein stylisches Objektiv mit 'nem g'scheiten Sensor hinten dran" - so hat mein Neffe Simon die NEX beschrieben. Auch unser Sohn konnte sich ein "hei cool" nicht verkneifen, als er die NEX mit dem glänzenden Objektiv heute sah.
Wie bereits angekündigt, wollten wir uns die Sony NEX5 auf ihre Eignung für Panoramafotografie genauer ansehen und natürlich auch die SWEEP-Panoramafunktion testen. 

Für unsere Tests stand eine NEX5 mit 16mm Pancake und ein 18-55mm Kit-Objektiv zur Verfügung. Zudem stellte uns Sony Vorserienmodelle der beiden Vorsatzlinsen zum 16er, den...

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23. Juni 2010 - 17:13

Immer wieder erleben wir es, dass ein Kunde bei der KISS-Bestellung auf seinen tollen, hydrostatischen, kiloschweren Kugelkopf verweist und fragt: "Der ist doch gut, oder ?"

Warum die meisten 3-Wege-Neiger und Kugelköpfe trotz "Panoramaplatte" für Panoramafotografie ungeeignet sind, will ich in diesem Beitrag erläutern.
Vielleicht muss ich es dann künftig nicht mehr so oft erklären.

für's Panorama völlig ungeeignetWill man ein Panorama mit "nicht eierndem" Horizont fotografieren, ist ein Stativ mit einer Nivelliereinrichtung fast unabdingbar. 3-Wege-Neiger und Kugelköpfe sind als Nivelliereinheit weit verbreitet und scheinen zunächst auch für Panoramafotografie gut geeignet.
Verwendet man Fisheye-Objektive, muß diese Eignung aber bereits eingeschränkt werden.
3-Wege-Neiger und viele Kugelköpfe haben meist große Klemmgriffe, abstehende Stellhebel oder auch eine seitlich angebrachte Libelle, alles Teile, die bei dem großen Bildwinkel eines Fisheyes im Bild erfasst werden. Retuschiert man sie nicht weg, stören sie...

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