PT4Pano Blog

16. März 2017 - 10:46

Viele Panoramafotografen verstehen unter Panoramafotografie die Fotografie des vollen Raumes, also auf 360° horizontal und 180° vertikal. Dabei ist der Mehraufwand, der zu leisten ist, um die letzten vertikalen 30° abzubilden, unverhältnismäßig hoch. Denn während sich 150° vertikal in single-row Technik ganz einfach mit einem gängigen fullframe Fisheye  (z.B. am KISS) ablichten lassen, braucht man für die 180° entweder ein zirkulares oder Portrait-Fisheye, ein fullframe Fisheye an einem "slanted" Nodalpunktadapter (SLANT) oder ein multi-row-Nodalpunktsystem. 
In allen diesen Techniken muss für die volle Sphäre aber der Nadir gesondert bearbeitet werden, denn da steht ja das Stativ mit dem Stativkopf und der Basis des Panoramasystems. Man nennt diese Nacharbeit dann den Nadir-Patch.

Es macht Sinn sich einmal zu vergegenwärtigen, wie klein der Bereich des Motivs eigentlich ist, für den man diesen unverhältnismäßig großen Aufwand treibt.
Alle fullframe Fisheyes bilden 140°...160° vertikal ab (Kamera im Hochformat). An den MFT-Systemkameras mit Aspektverhältnis 4:3 sind es mit dem 7,5mm Samyang...

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21. Februar 2017 - 21:00

Omni & Stereo – alles (in) stereo.
Mit OmniStereo bezeichne ich eine Panoramatechnik, bei der ein voll sphärisches Panorama, also nahezu der ganze Raum mit 180°x360° in stereoskopischem 3D („s3D“) erfasst wird. Am einfachsten geht das - wenn man in dem Zusammenhang überhaupt von einfach reden kann - mit einem Fisheye-Objektiv in single-row-Technik. Ein multi-row-Ansatz ist für OmniStereo unsinnig und kaum realisierbar.

Im letzten Beitrag „Stereo-Panorama“ habe ich die grundlegenden Techniken zur Aufnahme eines Stereo-Panoramas aufgezeigt. Hier will ich jetzt die Aufnahmetechnik vertiefen, insbesondere für die Aufnahme eines großen vertikalen Bildwinkels.

Der Weg zum s3D-Panorama ist anspruchsvoll. Die richtige Aufnahmetechnik ist nur der erste Schritt. Der zweite Schritt ist das sphärische Stitchen zweier korrespondierender Panoramen aus Quellbildern, die sich à priori nicht fehlerfrei stitchen lassen. Das Generieren einer stereoskopischen Darstellung, die den Anforderungen der räumlichen Wahrnehmung genügt, ist der dritte und die tatsächliche Wiedergabe als stereoskopisches 3D-Bild der vierte Schritt.

Grundsätzlich unterscheide ich zwischen einem monokularen und einem binokularen...

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6. März 2016 - 0:00

CardboardNachdem der Hype 3D-TV verebbt ist, macht seit Anfang 2016 eine neue alte 3D-Technik ziemlichen Wirbel: Das Cardboard von Google, das Stereoskop für's Smartphone. Erinnern Sie sich noch an die Plastikgucker Viewmaster, die man vor 40 Jahren auf jedem Rummelplatz an der Losbude gewinnen konnte ?  Damit konnte im Vor-Smartphone-Zeitalter Jung und Alt eine Bilderserie zu Grimm's Märchen in Stereo anschauen. Das Cardboard ist nichts anderes, nur dass die Bilder...

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26. Oktober 2015 - 14:27
In diesem Beitrag will ich wieder eine Frage aufgreifen, die häufig von Kunden gestellt wird:
 
"Welche Super-Weitwinkelobjektive empfehlen Sie als Ergänzung zu vorhandenen Linsen speziell für die Panoramafotografie ?"
Die Vorstellungen der interessierten Kunden mit Vollformatkamera reichen da vom teueren f2,8/15mm Zeiss Distagon oder dem kompakten Voigtlaender f5,6/12mm Ultra-Wide-Heliar III über das preisgünstige f2,8/14mm Samyang bzw. Walimex bis hin zum schweren Zoom Canon EF f4,0/11-24mm USM. 
Und dann sind die Kunden zunächst irritiert, wenn ich eher davon abrate, sich so kurze, rectilineare Brennweiten für die Panoramafotografie anzuschaffen und stattdessen ein preiswertes Fisheye empfehle. Die spontanen Kommentare lauten dann sinngemäß fast immer so:
 "... Fisheye-Objektive verzeichnen doch so stark. Das kommt für mich...
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20. September 2015 - 10:04

PT4Pano steht für sehr praxistaugliche, präzise konfigurierte, kompakte und leichte Panoramasysteme "Made in Germany".

Warum liefert PT4Pano jetzt auch noch eine eigene Schnellwechselplatte ?
Tatsache ist, dass dies nicht geplant war.
Wir hätten gerne darauf verzichtet.

In der Panoramafotografie ist es notwendig, dass die Kamera zwischen den Aufnahmen exakt um den „Nodalpunkt“ geschwenkt wird. Dazu müssen sich die Rotationsachse und die optische Achse genau in der Position der Eintrittspupille des Objektivs schneiden.
Die Kamera muss also in definierter Position im dreidimensionalen Raum positioniert sein.
Ein Panoramasystem, das dies reproduzierbar gewährleistet, darf konstruktionsbedingt kein Spiel aufweisen. Und das gilt für den gesamten Aufbau, also auch das Stativ und alle beweglichen Komponenten. Dazu zählt auch das Schnellwechselsystem, wenn ein solches verwendet wird.

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29. Juli 2015 - 12:26

präzises, UniQ/C-kompatibles Schnellwechselsystem von FLMArca-Swiss-kompatible Schnellwechsel-Klemmsysteme sind im Allgemeinen sehr brauchbares Fotozubehör - und sie werden immer beliebter.
Berlebach, FLM und insbesondere Novoflex mit dem Q-System haben schon vor vielen Jahren auf das ArcaSwiss-Klemmprofil für Schnellwechselplatten gesetzt und hierzulande für dessen Verbreitung gesorgt. Die Qualität dieser Klemmsysteme aus deutscher Fertigung ist spitze.

Kirk L-BracketSehr praktisch sind auch die L-förmigen Kameraschienen mit Arca-Profil, sogenannte L-Brackets. Mit ihnen kann man auf dem Stativkopf mit Klemmsystem die Kamera schnell von Querformat ins Hochformat positionieren. Weltweit haben vor allem Kirk, ReallyRightStuff (RRS) und Arcatech mit den praktischen L-...

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19. Mai 2015 - 20:10

Immer wieder bitten uns Kunden um Rat, wie sie die Auflösung und Schärfe ihrer Panoramen steigern können. In der Regel erwarten sie eine Empfehlung für eine bessere Kamera oder ein anderes Objektiv. In den meisten Fällen stellen wir aber fest, dass die bislang unbefriedigende Schärfe nicht daher rührt, womit sie fotografieren. Häufig ist allein der Workflow, also die Art und Weise, wie sie die Panoramen generieren die Ursache dafür, dass sie Auflösung, Detailschärfe und Tonwertumfang ihrer Aufnahmen verschenken. 

Der häufigste Fehler ist, dass die Anwender zu früh im Workflow auf ein verlustbehaftet komprimiertes Format gehen – oder gar bereits die Quellbilder in JPG vorliegen.
Als zweithäufigste Ursache für die Unschärfe von Panoramen, insbesondere die mit Fisheye aufgenommen wurden, sehe ich, dass die Anwender die CA-Farbsäume („chromatische Aberration“) in den Quellbildern nicht korrigieren.
Auch das notwendige Schärfen des Panoramas beim Stitchen wird häufig unterlassen.

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3. April 2015 - 18:48

Samy f2,8/12mm NCS FisheyeEin neues Fisheye für’s Vollformat sorgt in der Panorama-Gemeinde für Irritation: Ist das neue f2,8/12mm NCS von Samyang ein Portrait-Fisheye für das Vollformat ähnlich dem f4/8-15mm Canon bei 12mm – oder doch ein Fullframe, vergleichbar dem betagten f2,8/16mm Nikkor ?

Die Antwort vorweg: Es ist ein echtes Fullframe mit genau 180° diagonalem Bildwinkel am Vollformat – mit einer Brennweite von 12mm. Es wird mit Bajonett für die Canon EOS, Nikon FX/DX und Sony-E in Kürze auch in Europa verfügbar sein.

Die Brennweitenangaben zu den preisgünstigen „Samys“ des koreanischen Herstellers irritieren immer wieder die Kunden. Das war bereits beim voluminösen f3,5/8mm so, wo viele Käufer glaubten, ein preisgünstiges Pendant zum legendären f3,5/8mm Sigma...

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21. März 2015 - 17:37

Der Besitzer einer Digitalkamera hat die Möglichkeit, das Bild, insbesondere Belichtung und Fokus, unmittelbar nach der Aufnahme am Display zu kontrollieren.

Jedoch - ob Aufnahmen einwandfrei zu einem Panorama gestitcht werden können, erkennt man erst zuhause am Rechner. Fatal ist: Parallaxenfehler oder auch fehlende Bildteile mangels Bildüberlapp können nachträglich nicht korrigiert werden.

Will man solche Fehler sicher vermeiden, ist nur ein Weg wirklich zielführend: 

Man muss die Variabilität bei der Aufnahme so weit wie möglich einschränken.

Nur wo sich nichts verstellen lässt, kann man nichts verkehrt einstellen.

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22. Januar 2015 - 16:12

Für die Befestigung auf einem Stativ sind Kameras an der Unterseite mit einem Stativ-gewinde ausgestattet. Dieses "Kameragewinde" ist ein 1/4 Zoll Grobgewinde (1/4"-20 UNC). Grobgewinde deshalb, weil die Gewindegänge gröber sind. Das macht sie mechanisch stabiler als ein metrisches Normalgewinde M6 und bringt einen weiteren Vorteil: mit nur 2-3 Umdrehungen sitzt die Kamera fest. Fast alle "normalen" Kameras sind mit so einem Kameragewinde ausgestattet. Leider ist die Tiefe dieses 1/4"-Gewindes nicht genormt: wir haben Werte von 4,0 bis 8,5mm gemessen. Nur schwere Mittel- und Großformatkameras haben (gegebenenfalls zusätzlich) ein "großes Kameragewinde" in 3/8 Zoll.

Idealerweise sitzt das Kameragewinde genau unter der optischen Achse und vor der Film- bzw Sensorebene der Kamera. Zu den klassischen Abweichlern was diese Positionierung angeht, zählen Leica und Olympus.
Leica baut viele Kameras  mit sehr niedrig liegender optischen Achse (z.B. die M9) und findet anscheinend unter dieser Linie keinen Platz mehr für ein Stativgewinde. So sitzt das Stativgewinde vieler Leicas irgendwo seitlich am Kameraboden - nur nicht da, wo es hingehört.
Olympus platziert das Kameragewinde bei vielen DSLRs zwar mittig unter der optischen Achse - aber geradezu idiotisch...

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24. Dezember 2014 - 15:44

Wir bedanken uns bei allen Kunden und Geschäftspartnern für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2014 und wünschen allen gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch in's Neue Jahr.

Mehr als der geschäftliche Erfolg erfreut uns das durchweg positive Feedback, das wir auch heuer wieder von zahllosen Kunden zu unseren Produkten und dem Service erhalten haben.
Das schönste Feedback kam gestern mit der Post.
Wir haben es eingescannt und geben es hier unverändert wieder.

Lediglich den Namen des Absenders haben wir entfernt.

DANKE !

 

Monopod - Eine Weihnachtsgeschichte oder auch 

Monopod - Never alone 

Eigentlich müsste der Monopod aus dem Hause PT4Pano "Konversations-Pod" oder auch "Never-Alone-Pod" heißen. Wenn Du mit diesem edlen Teil unterwegs bist (Hier kann man sich das nicht nur angucken, sondern sogar kaufen: http://pt4pano.com/de/products/monopod) - bleibst Du nie allein. 

Wir stehen am zweiten Adventswochenende auf dem Weihnachtsmarkt in Linz am Rhein, haben den Mono auf über 4 Meter ausgefahren, fotografieren das...

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8. Dezember 2014 - 17:31

Grobschlächtig - dieses Wort fiel mir in dem Moment ein, als ich die brandneue Samsung NX1 die Tage in die Hand nahm. Grobschlächtig ist ein Adjektiv, das man heute kaum mehr hört. Es bedeutet soviel wie grob, derb, unbeholfen aber auch klobig, klotzig, plump, unförmig. 

Die deutsche Sprache verändert sich ständig. Neue Begriffe werden geprägt und finden Einzug in die Sprache und den Duden während andere kaum mehr verwendet werden und allmählich aus dem Sprachgebrauch verschwinden, so wie "grobschlächtig". Man denkt sich das vielleicht noch, aber man sagt es nicht. In Bezug auf die Samsung NX1 sollte man stattdessen wertfrei und korrekt sagen "ein eigenständiges Design". Na ja, wie auch immer.

Am Wochenende teilte mir ein Kunde aus Köln mit, dass er am Montag mit der nagelneuen NX1 und dem neuen Samsung Fisheye im Gepäck nach München kommt um für die NX1 einen SLANT "anmessen" zu lassen. Er hatte eine der ersten NX1en, die in Deutschland in den Verkauf kamen, erworben. 

Auf DIE Kamera, besser gesagt auf den S5KVB2-Sensor der NX1 war ich richtig gespannt. Die NX1 ist der erste Sproß der 4. Generation von Samsung NX-Kameras. Bei ihr wurde der erste und bislang einzige kommerziell verfügbare APS-C-Sensor in BSI-Technologie verbaut.

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16. Oktober 2014 - 22:58

Die Lernkurve des engagierten Panoramafotografen "Paul" beginnt mit einem Landschafts-Panorama aus der Hüfte. Nach einigen Hüft-Panoramen stellt Paul dann fest, dass im Nahbereich grobe Stitchingfehler auftreten, obwohl er die Panoramen mit einer speziellen Panorama-Software stitcht. Deshalb googelt Paul nach "Stitchingfehler" und "Panorama" und erfährt so, dass es einen Nodalpunkt gibt und dass man für Stitchingfehler-freie Panoramen einen Nodalpunktadapter braucht. Der indische Ingenieur "Sirh Uii" erklärt Paul auf Youtube die Ursache für die Stitchingfehler und gibt auch gleich noch die genaue Anleitung für den Eigenbau eines multi-row Nodalpunktadapters samt Rotator:

(Hinweis: der chinesische Hufschmied "Ben Lo" hat dieses Set inzwischen 1:1 kopiert und vertreibt es auch in Deutschland. Zu beziehen z.B. über "Tango Import & Export".)

Es gibt auf Youtube weitere teils recht amüsante Anregungen und Beiträge über do-it-y...

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6. Oktober 2014 - 22:05

Bei den Laupheimer Fototagen kam ein Besucher an unseren Stand und erklärte mir, wie er Panoramen macht: Er nimmt eine Weitwinkelaufnahme und schneidet oben und unten einen Streifen ab. Klasse ! Einfacher geht's nicht !
Für ihn ist ein Panorama einfach ein Bild mit einem Bildformat 3:1 oder 4:1.

In einschlägigen Foren im Internet wird häufig suggeriert, ein Panorama sei immer ein voll sphärisches mit 360° x 180° Bildwinkel. Dennoch sind solche Kugelpanoramen nur ein Teil, ein Aspekt der Panoramafotografie.

So habe ich aus dem Urlaub letzte Woche auf Ischia viele "Breitbilder" mit 100...180° horizontalen Bildwinkel für's Fotobuch mitgebracht, alle unterwegs aufgenommen mit dem KISS auf dem Einbeinstativ. 

Zu unseren Kunden zählen zahlreiche Profifotografen, die mit Ihrer 5DMk3 oder D800 die Panoramatechnik nutzen, um Bilder mit sehr hoher Auflösung zu generieren. Viele ambitionierte Fotografen arbeiten genauso mit Ihrer Leica-M oder der Fuji-X. Anstelle einer Phase One Mittelformatkamera mit Digitalrückteil zum Preis eines Mittelklassewagens kaufen sie sich lieber ein genau konfiguriertes Panoramasystem und fertigen mit Normalbrennweite hoch auflösende Flächenpanoramen in single-row-Technik...

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11. September 2014 - 17:18

Der normale Einstieg in die Panoramafotografie war lange Zeit der Versuch, ein Landschafts-Sujet, das sich mit nur einer Aufnahme nicht abbilden lässt, aus 2 oder 3 Querformat-Aufnahmen zusammenzusetzen. Manche Analog-Fotografen hatten sich für den Zweck sogar drei Projektoren angeschafft. Inzwischen machen Panorama-Neulinge ihre ersten Erfahrungen mit der Sweep-Panoramafunktion, die in Konsumer-Kameras integriert ist.
Egal wie - der horizontale Kameraschwenk mit der Kamera im Querformat ist die Norm beim Einstieg in das Thema.
Der engagierte Panoramafotograf will entweder einen großen Bildwinkel abbilden, oder mit Hilfe der Panoramatechnik die Bildauflösung steigern - oder beides. Dann kommt ein Panoramasystem ins Spiel, bei dem die Kamera üblicherweise im Hochformat verwendet wird. Beim horizontalen Schwenk erfasst das Hochformat einen größeren vertikalen Bildwinkel als das Querformat, und den gewünschten horizontalen Bildwinkel schafft man durch das Aneinanderreihen mehrerer Aufnahmen.

Doch Sujets, die einen vertikalen Schwenk verlangen, gibt es nicht nur in New York und Dubai. Wir nehmen jedoch als Fotografen mehr die horizontalen Sujets wahr - oder sehen die Welt ohnehin nur als Kugelpanorama.

Aber es gibt auch Fotografen, die sich auf vertikale...

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